Zusammenfassung
Der Deutsche Wachtelhund ist ein mittelgroßer, langhaariger, sehr muskulöser Stöberhund aus Deutschland, von Jägern für Jäger als vielseitiger Jagdgebrauchshund für Wald und Wasser gezüchtet. Kräftig und kompakt, ist er länger als hoch, mit einem dichten, meist gewellten Doppelfell, und wird in zwei Farbschlägen gezüchtet — einfarbig braun und braunschimmel. Lebhaft, leidenschaftlich und freundlich, ist er ein unermüdlicher Arbeiter, der Wild aufstöbert, Fährten hält und apportiert, und zugleich ein anhänglicher Familienhund für ein aktives Zuhause. Er braucht viel Bewegung, Ausbildung und Zeit im Freien.
Geschichte & Herkunft
Der Deutsche Wachtelhund ist in der deutschen Jagdliteratur seit Jahrhunderten bekannt, doch die planmäßige Zucht begann um 1900 mit einem Rüden namens Lord Augusta 1834 L aus Staufenberg in Oberbayern und einigen geeigneten Hündinnen. Frühe Würfe brachten braune Hunde, teils mit weißen Abzeichen, und weiß-braune Hunde; die braunschimmelige Farbe kam über die Hündin Baby auf der Schanze 1838 L in die Rasse. Der Züchter Rudolf Friess, der die Rasse jahrzehntelang prägte, hielt die braune und die schimmelige Linie getrennt, um die genetische Vielfalt zu erhalten. Die Rasse wurde stets ausschließlich von Jägern für Jäger gezüchtet — als Stöber- und vielseitiger Jagdgebrauchshund; der FCI erkannte sie 1954 an.
Pflege
Das Fell des Deutschen Wachtelhunds ist kräftig und anliegend, meist gewellt, manchmal lockig, mit dichter Unterwolle, Befederung an Läufen und Rute und einer Halskrause. Es muss regelmäßig gebürstet werden — zwei- bis dreimal wöchentlich, beim Haarwechsel öfter —, um Verfilzung zu vermeiden und das Haaren zu begrenzen, und die dicht behaarten Ohren brauchen Kontrolle und Trocknung. Das ist ein Jagdgebrauchshund mit echter Ausdauer, der viel tägliche Bewegung und idealerweise echte Arbeit an Wild oder Fährte braucht: Waldspaziergänge, Apportieren, Fährtenarbeit und Wasserarbeit passen zu ihm. Intelligent und sehr fügsam, lernt er willig mit freundlichen, konsequenten Methoden, ist im Feld aber lebhaft und eigenständig, sodass frühe, gründliche Sozialisierung und ein zuverlässiger Rückruf nötig sind.
Haltung
Der Deutsche Wachtelhund passt zu aktiven Haltern — besonders zu denen, die jagen, arbeiten oder ihren Hund ausbilden —, und er braucht ein Zuhause, in dem er viel Bewegung im Freien bekommt statt eines stillen Lebens drinnen. Freundlich, anpassungsfähig, weder nervös noch aggressiv, ist er bei guter Sozialisierung gut mit Kindern und anderen Haustieren und zugleich ein wachsamer Wächter. Da er ein leidenschaftlicher Jäger mit starkem Findewillen ist, braucht er einen sicheren Garten und einen zuverlässigen Rückruf und darf nicht streunen. Er leidet unter langem Alleinsein und kann ohne Aufgabe destruktiv werden. Mit einer Aufgabe, täglicher Bewegung und konsequenter, freundlicher Ausbildung ist er ein fröhlicher, treuer und arbeitsfreudiger Begleiter.