Großer Münsterländer

Großer Münsterländer Zum Vergrößern klicken
dendoktoor / Pixabay
Charakter

Trainierbar, Eifrig, Aktiv, Intelligent, Zärtlich

Parameter
🐾 Gruppe, Sektion
Vorstehhunde, Kontinentale Vorstehhunde
🧬 Varietäten ⓘ Varietäten innerhalb einer Rasse sind offiziell anerkannte Varianten von Hunden, die durch einen gemeinsamen Rassestandard und eine Rassenummer verbunden sind, sich aber in Schlüsselmerkmalen unterscheiden: Fellart, Größe, Gewicht oder Farbe. Manchmal sind die Farbunterschiede so bedeutend, dass solche Linien als eigene Varietäten ausgegliedert werden.
Keine Varietäten
🌍 Herkunft
Deutschland
🐕 Größe
Groß
❤️ Lebenserwartung
11–13 Jahre
↕️ Größe
♂ 60–⁠65 cm,
♀ 58–⁠63 cm
⚖️ Gewicht
♂ 30 kg,
♀ 30 kg
🐩 Fellart
Doppeltes Fell
🐩 Felllänge
Lang
💡 Trainierbarkeit
Lernfreudig (lernt schnell)
🚀 Aktivitätsniveau
Sehr aktiv (hohe Ausdauer)
📢 Bellen
Mittel (regelmäßiges Wachbellen)
🏡 Familienfreundlich
Hoch (liebevoll, gut mit der Familie)
🌱 Allergikerfreundlich
Gering (haart stark)
🎨 Farben
Schwarz-weiß, blauschimmel, schwarz

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Zusammenfassung

Der Große Münsterländer ist ein vielseitiger deutscher Vorstehhund aus der Familie der langhaarigen Vorstehhunde — ein kräftiger, fahriger Hund mit langem, dichtem, aber glattem Fell, das an Läufen, Ohren und Rute reich befedert ist. Das Fell gibt es in drei Farbschlägen: weiß mit schwarzen Flecken und Tupfen, blauschimmel oder einfarbig schwarz, wobei der Kopf immer schwarz ist, gegebenenfalls mit weißem Strich. Führig und leicht zu lehren, zuverlässig im Feld und lebhaft ohne Nervosität, arbeitet er ebenso gern im Feld, im Wald und im Wasser. Er ist ein anhänglicher Familienhund, der viel Bewegung, Ausbildung und Gesellschaft braucht, und gedeiht am besten bei einem aktiven Halter, der ihm echte Arbeit geben kann.

Geschichte & Herkunft

Der Große Münsterländer stammt von den weißen, gefleckten Vogel- und Beizhunden des Mittelalters ab, über den Stöberhund und Wachtelhund bis zu den Vorstehhunden des 19. Jahrhunderts, und gehört zur Familie der langhaarigen deutschen Vorstehhunde. Als der Deutsche Langhaarklub 1909 die schwarze Farbe aus der Zucht ausschloss, gründeten Enthusiasten 1919 einen Club für die Reinzucht der schwarz-weißen Münsterländer Vorstehhunde, und 1922 begann die planmäßige Zucht aus einer Grundliste von 83 Hunden, überwiegend aus dem westlichen Münsterland und Niedersachsen. Die Rasse wurde in Deutschland und später vom FCI anerkannt und bleibt ein Arbeitsgebrauchshund, der im Feld, Wald und Wasser geprüft wird.

Pflege

Der Große Münsterländer trägt ein langes, dichtes, aber glattes Fell, das niemals lockig oder abstehend sein darf, mit besonders langen Befederungen an der Rückseite der Läufe, an der Rute und um die Ohren, während das Haar am Kopf kurz und glatt ist. Dieses Fell braucht regelmäßige Pflege: Bürsten mehrmals wöchentlich — und häufiger beim Haarwechsel — hält die Befederung knotenfrei, und Ohren, Pfoten und Rute brauchen besondere Aufmerksamkeit. Er haart deutlich und sollte nicht zu oft gebadet werden. Als vielseitiger Vorstehhund braucht er ernsthafte tägliche Bewegung und idealerweise echte Arbeit: Buschieren, Apportieren, Fährtenarbeit und Wasserarbeit. Führig und leicht zu lehren, lernt er gut mit freundlichen, konsequenten Methoden, und frühe Sozialisierung hält ihn ruhig und selbstsicher.

Haltung

Der Große Münsterländer passt zu aktiven Haltern — besonders zu denen, die jagen, arbeiten oder ihren Hund ausbilden —, und er braucht viel Bewegung im Freien statt eines stillen Lebens drinnen. Anhänglich und lebhaft, aber nicht nervös, ist er bei guter Sozialisierung gut mit Kindern und anderen Haustieren und zugleich ein wachsamer Wächter. Sein Arbeitsinstinkt und seine Ausdauer verlangen einen sicheren Zaun, zuverlässigen Rückruf und eine Aufgabe; gelangweilt und unterfordert kann er destruktiv werden. Er leidet unter langem Alleinsein und blüht mit Gesellschaft und Aktivität auf. Mit Raum, Sinn und geduldiger, konsequenter Ausbildung ist er ein treuer, fröhlicher und arbeitsfreudiger Familienbegleiter.

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